
In Deutschland arbeiten mehr Menschen denn je: Die Zahl der Erwerbstätigen ist seit 2015 um 6,6 Prozent von etwa 43 Millionen auf fast 46 Millionen Menschen im Jahr 2025 gestiegen – ein neuer Rekord. Dabei umfasst die Kategorie „Erwerbstätige“ sämtliche Gruppen auf dem Arbeitsmarkt: Neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind dies insbesondere „Selbstständige und Mithelfende“, ausschließlich geringfügig Beschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte.
Der alleinige Blick auf die Entwicklung der Erwerbstätigen verkennt jedoch die dramatischen Verschiebungen in der Struktur der Erwerbstätigkeit. So ist der Anstieg der Erwerbstätigen ganz überwiegend auf eine Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (+13 Prozent seit 2015) zurückzuführen. Demgegenüber gingen die Zahl der Selbstständigen und Mithelfenden sowie die der ausschließlich geringfügig Beschäftigten deutlich um etwa 17 beziehungsweise 16 Prozent zurück. Bei den Selbstständigen und Mithelfenden verlief der Rückgang recht kontinuierlich. Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten kam es neben dem längerfristig rückläufigen Trend zu einem kurzfristigen Einbruch während der Covid-19-Pandemie. Die Zahl der Beamt*innenen und Richter*innenen ist demgegenüber um etwa 7 Prozent auf etwa 1,8 Millionen gestiegen.
Literatur
- Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Fachserie 18 Reihe 1.1
- Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 2025, Beschäftigung – aktuelle Eckwerte.
